Transporter
Definition Transporter/ Vom T1 zum unverzichtbaren Helfer
Transporter sind Nutzfahrzeuge, deren Laderaum und Gesamtgewicht zwischen PKW und LKW liegen. Die Bezeichnung „Transporter“ ist in der Straßenverkehrsordnung als eigene Fahrzeugkategorie nicht erwähnt. Damit ist der Begriff in seiner Definition nicht klar zu fassen.
Der Transporter entstand nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Volkswagen T1. Die Basis für das Fahrzeug war ein PKW. Der Aufbau, die Motorisierung und auch die Gewichtsklasse waren so gewählt, dass der Transporter rechtlich und von der Handhabung ein großer PKW war. Diese Fahrzeuge werden noch heute in der modernen Variante als Transporter T5 verkauft.
Der Transporter stellt ein Nutzfahrzeug dar, dass mit einem PKW Führerschein gelenkt werden darf und keiner Geschwindigkeitsbegrenzung unterliegt. Dabei soll es einen möglichst großen Laderaum bieten. Solche Fahrzeuge sind durch die Zulassungskriterien als PKW in ihrem Gesamtgewicht nach aktuellem Recht auf 3,5 Tonnen beschränkt. Nach altem deutschem Recht lag die Grenze früher bei 2,8 Tonnen. Durch entsprechend starke Motorisierung können Transporter heute Geschwindigkeiten von rund 160 km/h erreichen und sind auch für schnelle Termintransporte geeignet.
Mercedes baut zum Teil Transporter mit höherem zulässigen Gesamtgewicht. Diese Fahrzeuge bewegen sich zwischen 3,5 und 6 Tonnen. Damit benötigen sie noch keine Druckluftbremsen. Durch den notwendigen Führerschein für kleine LKWs und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h sind die ursprünglichen Vorteile eines Transporters nur noch begrenzt vorhanden. Wegen der fehlenden rechtlichen Abgrenzung des Begriffs „Transporter“ stellt sich die Frage, ob diese Fahrzeuggruppe noch in die ursprüngliche Definition des Transporters fällt.
Aufbauten von Transportern
Transporter gibt es mit verschiedenen Aufbauten. Der häufig anzutreffende fensterlose Kastenwagen mit Heck- und Seitentüren und der Pritschenaufbau gehören zu den ältesten Formen. Den Kastenwagen gibt wahlweise mit Hochdach, um das Ladevolumen für leichte Waren zu vergrößern. Die meisten Transporter werden heute mit unterschiedlich großen Radständen angeboten. Neben dem normalen Fahrgestell gibt es die Langform mit einem verlängerten Fahrgestell.
Die Bauformen gibt es als Kasten, Pritsche, Bus oder Fahrgestell ohne Aufbau. Transporter sind beliebte Basisfahrzeuge für Hersteller von speziellen Aufbauten. Fahrzeuge mit Frontantrieb lassen sich sogar noch weiter „reduzieren“. Statt eines Fahrgestells wird vom Fahrzeughersteller nur noch ein Triebkopf geliefert. Dieser besteht aus Motor, Antriebsachse und Innenausstattung der Fahrerkabine. Der Rest des Fahrzeugs mit Fahrgestell und Hinterachse wird vom Aufbauhersteller angebaut. Für den Bau von Wohnmobilen werden in der Regel Fahrgestelle oder Triebköpfe von Transportern verwendet.
Transporter Hersteller
Die Klassiker auf Deutschlands Straßen sind Volkswagen, Mercedes, Ford und Fiat/Iveco. Darüber hinaus bieten fast alle Autohersteller auch Transporter an.
VW liefert mit den Aufbauten Kasten, Pritsche, Kombi (Kleinbus) und Fahrgestell alle Optionen auf einem einzigen Basismodell an. Mercedes ist breiter aufgestellt und hat verschiedene Basisfahrzeuge als Transporter am Markt. Der kleinste ist der Vito gefolgt vom Sprinter und – mit Trend zum leichten LKW mit bis zu 5,8 Tonnen – vom Vario. Diese unterschiedlich großen Basismodelle sind jeweils mit verschiedenen Aufbauten zu haben.