Schlepper
Schlepper sind landwirtschaftliche Zugmaschinen. Durch den Anbau von Zusatzgeräten sind sie universell einsetzbar. Man unterscheidet sie in drei Kategorien. Es gibt Schmalspurschlepper, die besonders zum Anbau von Sonderkulturen, wie beispielsweise Wein, Erdbeeren, Obstbau, usw. eingesetzt werden. Die Standardschlepper sind bestens geeignet für die Bewirtschaftung von Grünland und für den Getreideanbau. Diese werden in Leistungsklassen von etwa 35 KW bis ca. 250 KW angeboten. Größere Schlepper werden als Großschlepper bezeichnet. Es gibt sie mittlerweile mit Motorleistungen jenseits von 500 KW. Derartige Schlepper sind ausschließlich zur Bearbeitung von Ackerflächen geeignet.
Alle Schlepper, die umgangssprachlich auch Traktoren oder altdeutsch Trecker genannt werden, weisen technische Gemeinsamkeiten auf. Zum einen sind sie mit einem vorderen und einem hinteren Zugmaul ausgestattet. Ein Zugmaul dient zum Ankuppeln eines Anhängers. Des Weiteren sind Schlepper mit mindestens einer sogenannten Zapfwelle ausgestattet. Die Zapfwelle wird vom Motor angetrieben. Mit ihnen ist es möglich, über eine leicht aufsteckbare flexible Gelenkwelle Anbaugeräte, wie Mähwerke, Fräsen oder Ähnliches anzutreiben. Schlepper sind außerdem mit einer Hydraulikanlage ausgestattet. Dazu gehört der sogenannte Kraftheber. Dabei handelt es sich um eine genormte Dreipunktaufhängung, die sich am Heck des Schleppers befindet. Mit dieser Einrichtung können Anbaugeräte, wie Pflüge usw. zum Transport angehoben werden. Einige Schlepper besitzen auch eine Hydraulikanlage an der Front. Das ermöglicht die Anbringung weiterer Maschinen.
Schlepper zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie in der Regel eine hohe Anzahl von Gängen haben. Das ist nötig, damit die Geschwindigkeit optimal auf die verrichtete Arbeit angepasst werden kann.
Die Geschichte des Schleppers
Der erste Schlepper wurde bereits im Jahre 1896 von Adolf Altmann konstruiert. Er nannte ihn Trakteur. An der Bezeichnung Trakteur wurde die spätere Bezeichnung Traktor angelehnt. Adolf Altmann ist damals bei einer Vorführung des Trakteurs ums Leben gekommen. Aufgrund eines technischen Defekts ist die Vorführmaschine explodiert. Im Laufe der Zeit gab es diverse Unternehmen, die sich mit mehr oder weniger Erfolg an die Konstruktion von Schleppern machten.
Schlepper Hersteller
Im vorigen Jahrhundert gab es über 200 deutsche Schlepperhersteller. Aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft mussten die meisten Unternehmen die Produktion von Schleppern einstellen. Heutzutage gibt es keinen deutschen Hersteller von Schleppern mehr. Die letzten verbliebenen Marken Deutz und Fendt wurden vor ein paar Jahren an ausländische Unternehmen abgetreten. Trotzdem sind sie noch unter ihren alten Namen erhältlich. Marktführer ist zur Zeit John Deere, knapp gefolgt von Fendt und Deutz.